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Backup funktioniert schon – bis zum ersten Restore

Veeam B&R v13.x und Proxmox VE: Wo Erwartung und Realität auseinandergehen – und warum ein nicht getesteter Restore kein echtes Backup ist.

Thomas Luginger

Thomas Luginger

Backup funktioniert schon – bis zum ersten Restore

„Backup funktioniert schon“ – bis zum ersten Restore.

Genau hier, bei Veeam B&R v13.x und Proxmox VE, weichen Erwartung und Realität auseinander. Proxmox ist technisch robust, flexibel und für viele Unternehmen eine echte VMware/Broadcom-Alternative. Veeam 13.x bietet nun „ofiziellen“ Backup-Support. Ein genauerer Blick zeigt jedoch kritische Lücken im Gesamtdesign.

Was aktuell noch fehlt:

  • Keine vollständige Feature-Parität mit etablierten VMware/Broadcom-Workflows (Instant Recovery, Restore-Tiefe, Orchestrierung)
  • Eingeschränkte Integration in ausgereifte Veeam-Designs (SOBR, Immutable Repositories, Automatisierung)
  • Starke Abhängigkeit von Proxmox-APIs ohne langjährige Enterprise-Reife
  • Skalierungsgrenzen, Multi-Cluster-Einschränkungen und Herausforderungen bei hoher VM-Dichte
  • In der Praxis oft zusätzliche Agents oder Workarounds notwendig

Viele Unternehmen, die den Hypervisor aus Kosten- oder Strategiegründen wechseln, übernehmen ihre Backup-Strategie unreflektiert – anstatt sie neu zu denken.

Ein Restore, der nicht getestet oder nicht automatisierbar ist, ist kein echtes Backup.

Veeam plus Proxmox ist ein Fortschritt – kann aber aktuell ausgereifte Enterprise-Backup-Szenarien noch nicht vollständig abbilden. Wer produktive Workloads migriert, sollte RTO, RPO und Recovery-Prozesse kritischer hinterfragen als zuvor.

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